Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer e.V.              Regionalbereich Sachsen

DISTANZREITEN IN SACHSEN                                                         

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DAS WAR DIE SAXONIA 2017 CEN Tauscha - Bilder sagen mehr als Worte ..


Ausblick zu den Landesmeisterschaften Distanzreiten

CEN TAUSCHA – 11. Saxonia Distanz

25.-27.08.2017

Traditionell startet am letzten Wochenende im August die Saxonia Distanz im sächsischen Heidebogen. Der Austragungsort werden wieder die grossen Wiesenflächen vis-a-vis der Pension im Heidebogen sein.

Nach einem Internetvoting, dem Wunsch unserer VDD-Mitglieder folgend, tragen wir in Sachsen nach längerer Auszeit wieder eine Landesmeisterschaft im Distanzreiten aus. Dieser Wettbewerb wird über 120 km geritten, inclusive vier Pausen von je 40 und auch 50 min, in denen die Pferde tierärztlich untersucht werden. Auch ist da Zeit für ein kurzes Entspannen , um selber Nahrung zu sich zu nehmen. Diese Rittlänge kann nach Wunsch und Bedarf bei 84 km und bei 100 km in der Wertung beendet werde. Die maximale Reitzeit ist mit T6, also 10 km/h, moderat ausgeschrieben und sollte nicht überschritten werden.

Ergänzend zur Wertung der Senioren, möchten wir auch unsere Jugendreiter U21, auch ohne VDD-Mitgliedschaft, ermitteln. Dafür ausschlaggebend ist ein erfolgreich absolvierter Ritt auf den weiteren Bewerben von 80 und 62 km.

Eine beliebte Teamwertung haben wir über alle Strecken ausgeschrieben, nähere Informationen in der dazu bereits veröffentlichten Ausschreibung.

Neueinsteigern steht neben einem Einführungsritt über 30 km auch die Kurzstrecke mit 44 km zu Wahl.

Wir werden auch in diesem Jahr tolle Sponsoren am Start haben, die uns wertvolle Sachpreise zur Verfügung stellen. Ein weiteres Highlight ist, Dank eines grosszügigen Sponsors, die komplette Unterstützung durch die internationale Zeitmessanlage vom Endurance Team Styria aus Österreich.

Habt Ihr Lust bekommen in Tauscha an den Start zu gehen ? Dann seid Ihr herzlichst eingeladen, hier in der Laussnitzer Heide, nördlich von Dresden, in abwechslungsreicher und bezaubernder Landschaft und auf hervorragend markierten Wegen, einen fairen Wettkampf auszutragen.

Weitere Informationen: www.distanzreiten-in-sachsen.de

Euer Veranstalterteam 

Franziska Koppe und Claudia Hoyer


RITTBERICHT 2015 von Miriam Lewin

10. Saxonia-Distanz! Die Veranstalterinnen Claudia Hoyer und Franziska Koppe hatten am letzten Augustwochenende zur Jubiläumsveranstaltung geladen und – wie sich das bei runden Geburtstagen gehört – reichlich aufgetischt! Auf dem Menü standen zwei Einführungsritte über 30 und 40 km, ein KDR über 53 km, ein MDR über 67 km, ein LDR über 82 km, ein LDR über 120 km, ein Mehrtagesritt über 67 + 40 (=107) km sowie ein Kinder-Distanzritt. Und da zu so einer Geburtstagsparty, die übrigens gut besucht – sprich: mit 59 Startern (+ 7 Kindern) gut ausgebucht – war, gehört natürlich auch das entsprechende Ambiente. So war diesmal kein Geringerer als Harald Grinschgl mit seinem „Endurance Team Styria Timing Solutions“-System (mal übersetzt: Distanzmannschaft Steiermark Zeitnahme-Lösungen – klingt bloß irgendwie uncool) geladen, die flotten Sachsen und ihre Reitgäste per elektronischer Zeitnahme via Transponder und digitaler Pulsanzeige im Vet-Gate wortwörtlich im Championats-Maßstab zu verwöhnen (seine nächste Etappe war in der Tat die Europameisterschaft im slowakischen Samorin). So hatten sich die Gastgeberinnen auf der grünen Wiese also reichlich in Schale geworfen, doch nicht genug damit. Auch die zu Geburtstagen dazugehörenden Preise fielen dank zahlreicher Sponsoren ungemein großzügig aus – gekrönt von einem Sattel von Podium Italien für den 120-Kilometer-Gewinner.

Dennoch machten sich leider nur zwei Starter auf den Weg, diese Trophäe zu erstreiten, nämlich Axel Baldauf aus dem sächsischen Riesa mit Shayan und die Berlinerin Michaela Wilczek mit DSP C`est la Vie. Die Strecke führte bei nicht zu heißem Spätsommerwetter durch die schöne Laußnitzer Heide nördlich von Dresden auf teils befestigten, teils naturbelassenen Wegen mit wenig ausgeprägtem Höhenprofil. Kein allzu harter Brocken eigentlich. Es musste doch – so auch Veranstalterin Franziska Koppe – möglich sein, endlich die 120 zu knacken. Das hatte nämlich noch keiner in Tauscha geschafft, da die längste Prüfung bislang entweder nur bis maximal 109 km ausgeschrieben gewesen war oder – wenn länger – stets auch vorzeitig in der Wertung beendet werden konnte. Axel Baldauf und Shayan hätten nun allerdings in diesem Jahr auf jedem Wettschein ganz oben gestanden, denn sie hatten die Prüfung 2014 schon über 109 km gemeinsam mit Luise Speerschneider und Fairbanks (diesmal auf dem MTR unterwegs) als Sieger und im Jahr 2012 über 103 km als Zweitplatzierte beendet. – Und sie schafften es! Im Schein des Vollmondes ritt das Paar um 22:33 Uhr nach denkwürdigen 13:13:13 h reiner Reitzeit, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9 km/h entsprach, über die Ziellinie. Dabei wirkte der 10jährige Partbred-Araber Shayan keineswegs erschöpft, sondern war guter Dinge und konnte so verdientermaßen am Folgetag auch noch den Konditionspreis entgegennehmen. Die Kontrahentin Michaela Wilczek, die sich immer am Rande der Höchstzeit bewegt hatte, ließ es im letzten Stopp gut sein und beendete mit ihrem 12jährigen Warmblüter DSP C‘est la Vie nach 100 Kilometern in der Wertung.
Die zweitlängste Distanz, nämlich 107 km, hatte an diesem Wochenende Luise Speerschneider auf dem Tacho, die mit ihrem 17jährigen Warmblüter Fairbanks als einzige von zwei Startern den MTR erfolgreich beenden konnte. Den „kleinen“ LDR über 82 km sicherte sich Luisa Höer mit dem Araber Le Pars in knapp 15 km/h vor Doreen Oettel mit Ostwind.

Die Ausfallquote von 22 % – ausschließlich Lahmheiten im Übrigen – entspricht zwar ganz und gar dem Durchschnitt. Dennoch war es natürlich bitter für acht der 13 Ausgeschiedenen, dass für sie das „nicht qualifiziert“ erst in der Nachuntersuchung kam. Dort ereilte es auch die vermeintliche Siegerin des MDR über 67 km, Anne Bochmann bzw. ihre Stute Bonitha, die bis zum Schluss blendend ausgesehen hatte und dann leider nicht mehr sauber vortrabte. „So ist der Sport“, fügte sich auch Tereza Kucharska aus Tschechien, die es mit ihrem Nachwuchspferd bereits im 2. Gate erwischt hatte. – Manchmal entscheidet eben nur ein Stein im Hufstrahl oder das Hufkippeln auf dem Maulwurfshügel über Erfolg oder Misserfolg eines Distanz-Wochenendes. – Der Sieg in der 67-km-Prüfung ging damit an Sven Lüdeke mit dem 12jährigen Angloaraber Eros, der die Strecke mit der ausgeschiedenen Siegerin gemeinsam absolviert hatte und eine Pferdelänge dahinter ins Ziel gekommen war.
Ebenfalls mit einer Pferdelänge Abstand ritten die Erstplatzierten im 53-km-KDR über die Finishlinie, wobei Veit Koppe mit seinem 8jährigen Araber Priz sich als Gentleman zeigte und seiner Mitstreiterin Julia Edelmann auf Priz´ Stallgefährten, dem 12jährigen Trakehner Filou Rouge, den Vortritt ließ. Beide Paare hatten den Ritt gemeinsam in knapp 16 km/h absolviert.
Weitere Resultate sollen an dieser Stelle nicht im Detail aufgeführt werden, sie lassen sich auf der VDD-Homepage nachlesen.
Schön war die Idee, den Kinderdistanzritt, der am zweiten Tag bei erheblich heißerem Wetter gemeinsam mit dem 30-km-ER stattfand, als Kostümritt auszuschreiben. Da fand sich eine fröhliche Ansammlung von Hexen-Prinzessinen-Cowboys ein, die mit ebenfalls verkleideten Begleitpersonen viel Spaß an diesem unkonventionellen Einstieg in den Distanzsport hatten.

10 Jahre Saxonia – ein kleiner Rückblick

Das Land Sachsen tut sich schwer mit seinen Distanz- und Wanderreiterreitern. Noch immer herrscht dort ein Waldgesetz, wie es ähnlich in Brandenburg Anfang der Neunziger Jahre eingeführt und glücklicherweise gekippt worden war: Dass Reiten im Wald nämlich nur auf ausgewiesenen Reitwegen gestattet ist. Und diese auszuweisen ist dann eben sehr von der Pferde-(sport-)freundlichkeit des jeweiligen Waldbesitzers und vom Engagement entsprechender Initiativen abhängig. Wie zum Beispiel des Heimat- und Freitzeitreitvereins Tauscha e.V. unter Federführung von Isolde Rienecker, mit im Boot auch der Betreiber der „Pension im Heidebogen“ Michael Gansmüller, die für 100 km ausgewiesene Reitwege rund um das Dorf Tauscha rund 30 km nördlich von Dresden gesorgt haben. Hierher siedelte die 2004 in Beiersdorf erstmalig ausgetragene Saxonia im Jahre 2009 um. Dabei: der Rückblick auf die am 25. September 2004 aus der Taufe gehobenen Veranstaltung liest sich nicht gerade wie der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Im (einzigen) über 107 km ausgeschriebenen Wettbewerb gingen sieben Starter auf die Strecke, von denen vier den Ritt bei 91 km in der Wertung beendeten. – Dennoch warfen die damaligen Veranstalter die Flinte nicht ins Korn, wie die nachfolgende kurze Statistik der Saxonia-Sieger, die allerdings nur jeweils den längsten beendeten Ritt der Veranstaltung (der oft auch als offene sächsische Meisterschaft ausgeschrieben war) berücksichtigt, zeigt:

2004 – 107 km bei 91 km beendet
Ralf Wukasch mit Dusty und Marion Nerlich mit Lesley in T 6,3
2005 – 105 km bei 91 km beendet
Andrea Striegler mit Mirok und Harald Braun mit Tango Lady in T 5,1
2006 – 105 km
Kati Hempel mit Mirok und Erich Bergmann mit Massir Ibn Galal in T 5,8
2007 – 109 km
Silvia Fischer mit Kaiba und Dagmar Häfele mit Egoist T 5,2
2008 – nicht stattgefunden

2009 – 124 km bei 107 km beendet
Conny Schwedler mit Mirok in T 4,8
2010 – 124 km bei 106 km beendet
Franziska Reichelt mit Bijou’s Princess in T 6,8
2011 – 107 km
Tereza Kucharska mit Haydee in T 5,0
2012 – 125 km bei 101 km beendet
Julia Bauereiß mit Aragon
Sara Hetzel mit Catalano
Sabine Wagner mit Lisea xx
Shaun Armstrong-Arndt mit Chico Chocolate Chip  alle T 6,38
2012 – 103 km
Jürgen Zell mit Shushilla in T 4,2
2013 – 109 km
Axel Baldauf mit Shayan in T 5,0
2014 – nicht stattgefunden

2015 – 120 km
Axel Baldauf mit Shayan in T 6,7